Inhalt der englischen Zeitschrift „The Economist” (Januar 2015)

 

 

Inhalt
1.     Einleitung. 2
2.     Was
ist Genfood?. 2
2.1       Biologisches Wissen. 2
2.2       Rechtliche Lage. 3
2.3       Würde des Menschen. 3
2.4       Würde der Pflanze. 3
2.5       Die Firma hinter Genfood. 4
2.6       Folgen von Genfood. 4
 

 

 

1.  
Einleitung

We Will Write a Custom Essay about Inhalt der englischen Zeitschrift „The Economist” (Januar 2015)
For You For Only $13.90/page!


order now

2050
werden über neun Milliarden Menschen auf der Erde leben (vgl. Wörner 2011, S.

6). Wie kann genügend Nahrung für diese Menschen produziert werden?

 

Aufmerksam
wurde ich durch einen Artikel in der englischen Zeitschrift „The Economist”
(Januar 2015) über Genfood. Ein Minister Großbritanniens behauptet, das man mit
Genfood z.B. der Firma Nonsanto, die unter Hunger leidenden Menschen in Afrika
und Asien ernähren könne.

 

Zur
Diskussion steht, ob durch den Einsatz von Gentechnik in der Produktion von
Lebensmitteln das Ziel, Hunger und Armut zu lindern, erreicht werden kann. Oder
werden die Erwartungen durch profitierende Unternehmen hochgeschraubt, um den von
ihnen entwickelten. Technologien gewinnbringend zum Durchbruch zu verhelfen?

 

Viele
Aspekte, wie z.B. Risiken und Nutzen, Würde der Pflanzen und Menschen und
soziale Gerechtigkeit, spielen in dieser Fragestellung hinein und werden
teilweise sehr kontrovers und heftig diskutiert.

 

Findet
sich einen Weg, dieses facettenreiche Thema zu fassen und einen Augenblick auf
möglichen Nutzen zu gehen?

 

2.  
Was ist Genfood?

 

2.1  Biologisches Wissen

Seitdem, die Menschen den Ackerbau
entdeckten, wurden Pflanzen selektiert und weitergezüchtet. Neu ist jedoch das
Gentechnologie, worunter man die bewusste Veränderung des Pflanzengenoms versteht. Derzeit werden
genetische Veränderungen an Pflanzen über ein parasitäres Bakterium
„Agrobacterium tumefaciens” durchgeführt. Artfremde Genabschnitte werden diesem
Bakterium zugeführt und es baut diese in das Pflanzengenom ein. So kann mit
diesem veränderten Genom weitergezüchtet werden (vgl. Fischer 2015). Im
Gegensatz zu Pflanzenzüchtung werden so bei Genfood Artgrenzen überschritten.

2.2  Rechtliche Lage

Die
genetische Manipulation von Pflanzen (und Tieren) zur Herstellung von
Lebensmitteln bringt beim kritischen Betrachten sofort Fragestellung aus Ethik
und Moral auf. Es sollten Bestimmungen zum Schutz der Menschen festgelegt
werden, die diese Lebensmittel verzehren und herstellen. Aus dem Begriff der
Menschenwürde ergeben sich zwingende Anforderungen an die neuen Produkte.

Festgelegt werden sie in Deutschland im Gentechnikgesetz §1 Nr. 1 bis 3.

Gentechnisch hergestellte Lebensmittel sollten gesundheitserträglich sein.

Durch ihre Herstellung sollte die Umwelt nicht negativ beeinflusst werden (vgl.

Heyer et al, 2007, II und III). Jedoch gibt es keine global einheitlichen Gentechnikvorschriften,
so z.B. ausgerechnet im größten Genfoodland USA (vgl. Mertens, 2014, S.18).

Gerade im Fluss ihres Einsatzes in armen Ländern gilt es, ihre wirtschaftliche
und gesellschaftliche Verträglichkeit abzuschätzen. Dabei müssen auf der einen
Seite die möglichen negativen Auswirkungen abgeschätzt werden, auf der anderen
Seite mögliche, positive Chancen beachtet werden.

 

2.3  Würde des Menschen

Hieraus
ergeben sich aber meines Erachtens Probleme. Der Begriff der

Menschenwürde ist ja
nach Land völlig unterschiedlich (Kultur, Religion, Geschichte). Letztendlich
sollte aber meiner Meinung nach jeder Mensch Anspruch auf die gleiche Würde und
die gleichen Menschenrechte haben, wobei ein Leben in Hunger als Verletzung der
Würde betrachtet werden muss. Schlussfolgernd ist die Diskussion über den Einsatz von Genfood als
weltweite solidarische Verantwortung zu betrachten (vgl. Abmeier et al,
2013).

 

2.4  Würde der Pflanze

Abzuwägen
in diesen ethischen Überlegungen ist auch die Rolle der Pflanzen. Darf mit
ihnen willkürlich verhalten werden? Diskussionen über die Würde der
„außerhumanen Lebewesen” haben sich in der Schweiz sogar in ihrer
Bundesverfassung niedergeschlagen (vgl. Rippe, 2016, S.13). Ein Eingriff in die
Fortpflanzungsfähigkeit der Pflanze durch Terminatortechnologie sei ein
Eingriff in ihre Eigenständigkeit (vgl. Koechlin, 2010). Doch auch in
Deutschland befassen sich Forschungsgruppen mit dem Thema Würde und
Gentechnologie z.B. das Projekt „Würde in der Gentechnologie” der Universität
Jena (Kunzman, P. et al 2013). Hier bewegt man sich meiner Meinung nach in
einem Grenzbereich. Mir persönlich fällt es schwer, eine Pflanze als
gleichwertig mit einem Menschen zu sehen.

 

2.5  Die Firma hinter Genfood

Der
größte Konzern für Genfood ist Monsanto, eine Firma aus den USA und beschäftigt

sich mit Saatgut und Herbiziden
(Glyphosat). Als weltgrößter Konzern für Gentechnik trägt er 26% des weltweiten
Saatgutgeschäftes und 90% des Marktes für Gentech-Saatgut (Gura 2014, S.10).

Gentechnologisch wurde Soja so verändert, dass Sie trotz des Herbizideinsatzes
weiterwächst, das Unkraut jedoch welkt (Einsparung von Herbiziden als Idee), In der EU ist der Abbau dieser
Glyphosat-resistenten Pflanzen bisang nicht erlaubt, wohl aber ihr Import,
etwa als Futter- und
Lebensmittel. Glyphosat steht im Verdacht, in die Hormonbildung einzugreifen
und krebserregend
zu sein. „Dummerweise” werden die Unkräuter aber auch resistent gegen Glyphosat, so dass doch
wieder mit Giftcocktails gearbeitet werden muss (Steffens 2011). Gerade dieses
Jahr hörte ich in Radio, dass die EU trotz aller Zweifel die Zulassung für
Glyphosat um weitere 9 Jahre verlängert. In den USA waren bis Oktober 2012
insgesamt 13 resistente Unkrautarten in 31 Bundesstaaten registriert (Then 2013,
S. 13). Andere Genfood-Pflanzen produzieren durch die Manipulation eigene Gifte
gegen Schädlinge.

 

2.6  Folgen von Genfood

Eventuell kann dadurch das
Genfood selbst das menschliche Erbgut verändern werden.

Dies könnte zu Totgeburten
und Behinderungen und bisher unbekannten Mutationen führen. Andere Studien hatten auf Schädigung von Leber und Nieren
bei Ratten und auf die mögliche Zunahme von Tumoren bei den Tieren
hingewiesen, die mit dem Gentechnik-Mais
MON 863 gefüttert wurden (Seralini, 2014). Bemerkenswert ist die heftige
Kontroverse, die diese Studie auslöste, die sich über Jahre hinzog. Man muss
dazu sagen, dass die Langzeitwirkung auf Menschen noch nicht erforscht ist. Insgesamt
erscheint mir bei den Studien problematisch, dass sie oft von den Produzenten selbst in Auftrag
gegeben werden (vgl. Then, 2012). Es stellt sich die Frage, ob wirklich
unbeeinflusste Ergebnisse erscheinen. Unklar ist auch, ob sich die die
genmanipulierten Pflanzen mit einheimischen Pflanzen kreuzen. Auswirkungen sind völlig unabsehbar.

 

Die EU allerdings kam 2010 in einer Bilanz von 10 Jahren Forschung zu genetisch
veränderten Lebensmitteln zu dem Schluss, dass von ihnen keine größere Gefahr für die
menschliche Gesundheit ausginge. Allerdings wird die EU-Lebensmittelbehörde EFSA kritisiert, da viele
Vertreter mit Interessenskonflikten mit der Industrie vorhanden seien (vgl.

Kwasniewski 2013). Die
EKAH befürchtet, dass die Forschung über Risiken des Genfoods mit der
Produktion und Vermarktung gar nicht mithalten könne, da Kapazitäten
nicht ausreichend vorhanden seien und keine adäquaten Zulassungsverfahren
vorlägen (vgl. Rippe et al, 2016), in diesem Zusammenhang erscheint auch der
Zeitraum von zehn Jahren der EU-Prüfung angesichts der Tragweite der Fragestellungen
nicht wirklich lange. Gerade auch die aktuelle Diskussion um TTIP bringt weitere
kritische Punkte zum Vorschein. So gelten z.B. in USA und Kanada viel laxere Anforderungen
an Prüf- und Genehmigungsverfahren als in der EU (vgl. Sauer 2015 und Then
2013). Die grüne Gentechnologie ist somit mit Risiken behaftet, die teilweise
noch nicht abgeschätzt werden können

 

Ebenso
problematisch erscheint allerdings die Frage, wer die Risiken zu tragen hat.

Derzeit sieht es eher so aus, als würden die Produzenten profitieren und die Verbraucher die Risiken
tragen (gesundheitliche und auch weitgreifende Veränderungen in der
Natur) (vgl. Kötter 2001).

 

 

2.7  Folgen für Bauern

„Die
Grüne Gentechnik, befürchten MISEROR, „Brot für die Welt” und BÖLW, steigere
lediglich die Abhängigkeit der Kleinbauern von Saatgutherstellern und
Patentinhabern.” (vgl. Jensch 2013) (Es gibt bereits über 100 Patente auf
Genpflanzen). Saatgutfirmen hätten bereits Konzepte entwickelt, nach denen
Bauern nicht länger einen Teil der Vorjahresernte zur Saat nutzen könnten,
sondern gezwungen wären, Saatgut immer wieder neu zu kaufen. Ein Beispiel ist
auch die drastische Zunahme der Selbstmordrate unter Kleinbauern im indischen
Bezirk Andrah Pradesh in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit dem Anbau
von gentechnisch manipulierter Baumwolle und zunehmender Verarmung (Harper, M.

2013).

 

Nur
vier Pflanzen (Baumwolle, Mais, Raps und Soja) und zwei gentechnisch eingefügte
Eigenschaften (Insektenresistenz und Herbizidtoleranz ) machen etwa 99 Prozent
aller „Gentech-Gewächse” aus. Man kann sagen, dass die Hungernden auf dem Lande
in Asien und Afrika hiervon nicht profitieren, da sogar ihr lokales Know-How
und angepasste lokale Speisepflanzen verdrängt werden. Wenn nun die veränderte
Saat nicht gedeiht, würden die Bauern nicht einmal Schadensersatz von Monsanto
einhalten, da dies verträglich unterbunden ist.

 

3.  
Fazit